Indien Kuriositäten
Inside India: noch mehr Erkenntnisse aus zwei Jahren Indien

13 weitere Kuriositäten über Indien, die du noch nicht wusstest


24. Februar 2018
Indien
8 Kommentare

1. Die Blume in Nachbars Garten

Der Frauenname Nakusa bedeutet „die Ungewollte“. Indische Eltern, die ihre Tochter so nennen, wollen den Göttern zeigen, dass sie sich einen Sohn wünschen. Für Familien aus einfachen Verhältnissen werden Mädchen oft zur Armutsfalle.

Dass Söhne oft Töchtern vorgezogen werden, hat in erster Linie finanzielle Gründe. Ausbildung, Hochzeit und die Mitgift kosten viel Geld und zwingen die Eltern oft hohe Kredite aufzunehmen. Nach der Hochzeit geht die Tochter mit ihrem Besitz in das Eigentum der Familie des Bräutigams über.

Ein Sohn bleibt dagegen in der Familie. Da es in Indien keine Rente gibt, sorgt der Sohn für die Eltern im Alter. In Indien gibt es daher das Sprichwort: „Eine Tochter groß zu ziehen, ist wie die Blume im Garten des Nachbarn zu gießen“. Söhne sind auch diejenigen, die das Grundstück der Familie erben. Hat eine Familie nur Töchter, verliert sie ihr Land.

Söhne werden daher in vielen Familien bevorzugt behandelt. Sie bekommen eine bessere gesundheitliche Versorgung, bessere Bildung und als erster am Tisch die Mahlzeit.

Um die Situation für Mädchen zu verbessern, ist die Mitgift nun offiziell in Indien verboten worden. Doch die Tradition wird noch immer fortgeführt. Auch ist seit mehr als 20 Jahren die pränatale Geschlechtsbestimmung von Kindern verboten. Jedoch bestechen werdende Eltern den Arzt, um notfalls das ungewünschte Mädchen abtreiben zu können. Schon jetzt gibt es in Indien 63 Millionen mehr Männer als Frauen.

Der Nordosten Indiens stellt hier, wie so oft, die Ausnahme. Eine Mitgift gab es traditionell nie und die hier ansässigen Stämme waren und sind bis heute oft matrilinear organisiert.

hitchhiking in Indien

trampen in Indien

2. Indische Hochzeit oder die Suche nach Mr./Mrs. Right

In Indien sind die Hochzeiten in der Regel arrangiert. Bräutigam und Braut lernen sich erst kurz vor der Hochzeit im Beisein der Eltern kennen. In Hochzeitsanzeigen in der Zeitung wird nach einem passenden Partner für die Tochter oder den Sohn gesucht. Dabei sind die Anzeigen nach Religion und Kaste geordnet.

Die Eltern möchten für ihr Kind einen Ehepartner aus einer „guten, angesehenen Familie“. Die sonstigen Vorlieben sind einfach: Der Mann soll gut verdienen, die Frau hübsch, häuslich und hellhäutiger sein, als der Mann.

In den Annoncen potenzieller Ehemänner werden stets der Beruf und das Jahreseinkommen angegeben. Außerdem gibt es eine Art Broschüre, die Eltern für ihre zu verheiratenden Töchter herstellen und auf gesellschaftlichen Veranstaltungen verteilen. Die Broschüre enthält ein Foto, sowie persönliche Daten der Tochter wie Körpergröße, Ton der Hautfarbe und in der Regel auch gewünschte Eigenschaften wie „häuslich“ und „sauber“.

Die Hochzeit an sich ist ein großes, gesellschaftliches Ereignis, das an mehreren Tagen und in verschiedene Zeremonien zelebriert wird. Unmengen Geld werden dafür ausgegeben und auch hohe Kredite aufgenommen.

Dabei geht es vor allem um Prestige und Ansehen innerhalb der Gesellschaft. Braut und Bräutigam genießen eine arrangierte Hochzeit normalerweise nicht. Sie werden direkt auf eine Bühne gebracht und sind verpflichtet, mit jedem Gast ein Erinnerungsfoto zu schießen, was bis zu acht Stunden dauern kann. Indische Hochzeiten sind nämlich Massenveranstaltungen. In Rajasthan haben wir einer Hochzeit mit sagenhaften 2.500 Gästen beigewohnt.

Plakat, Indien

Geburtstagswünsche auf Indisch

Kanyakumari, Indien

Kanyakumari – der südlichste Punkt Indiens

3. Schuldfrage

Für die meisten Menschen der oberen Mittelschicht und der Oberschicht Indiens sind die Hauptverursacher der meisten Probleme im Land die „illiterate“, die Ungebildeten aus den unteren Gesellschaftsschichten. Spricht man zum Beispiel das enorme Müllproblem im Land an, heißt es schnell, dass dafür die zahllosen ungebildeten und armen Menschen in der Bevölkerung verantwortlich seien.

Die bessergestellten Schichten waschen ihre Hände in Unschuld. Das argumentative Problem: Es liegen vor allem Plastikflaschen und Chipstüten ausländischer, westlicher Marken am Straßenrand oder in der Natur. Diese Produkte können sich die unteren Gesellschaftsschichten aber kaum leisten.

4. Familiäres Verwöhnprogramm

Einige indische Mütter sind stolz darauf, wenn ihre Söhne nicht einmal ein Spiegelei zubereiten können und sehen darin einen Beweis für die Erfüllung ihrer mütterlichen Aufgabe, die Söhne vollends zu verwöhnen. Die Erziehung der Kinder zielt in der Regel nicht auf ihre Selbstständigkeit ab.

Die engen familiären Bande in Indien funktionieren zum Großteil auf Grund der Abhängigkeit untereinander. Paare lassen sich nicht scheiden, weil die Frau finanziell vom Mann abhängig ist und der Mann selbstständig weder im Haushalt noch in der Küche zurecht käme. Dass der Sohn nicht kochen kann, garantiert, dass er bei seiner Mutter wohnen wird, bis sie ihm eine Frau gefunden hat, die sie ersetzt.

Pondicherry, Indien

Streetart in Pondicherry

Mahabalipuram, Tamil Nadu

Mahabalipuram am Golf von Bengalen

5. Gesetzlosigkeit der Reichen

Indien und China sind die bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Doch beide Staaten verfolgen höchst unterschiedliche Methoden, um die daraus resultierenden Probleme anzugehen. Während in China der Staat stark autoritär herrscht, mit Regeln und Gesetzen den Alltag der Menschen bestimmt, spielt der Staat im Leben der Inder eine eher untergeordnete Rolle.

Zwar gibt es auch in Indien Gesetze und Regelungen, die jedoch allzu häufig zu Richtlinien degradiert werden. Ihre Auslegung ist Ansichtssache. Polizisten in Indien sind schlecht ausgebildet und noch schlechter bezahlt. Sie sehen ihre Berufung in erster Linie darin, Bestechungsgeld zu kassieren, statt für die Einhaltung der Gesetze zu sorgen.

Wer Geld hat, kann sich aus quasi jeder Situation frei kaufen. Oft haben wir gehört, dass für die Reichsten in Indien gar keine Gesetze gelten. Sie können tun und lassen, was sie wollen. Sie haben so viel Geld, dass sie über dem Gesetz stehen.

6. Sexy Dancer

Im prüden Indien sind Liebesszenen im Kino tabu. Sex wird lediglich in kitschigen Metaphern angedeutet. Wenn Bäume im Wind hin und her wiegen oder eine Blüte in Nahaufnahme und Zeitlupe aufgeht, dann wird in Indien in den großen Kinos verlegen gekichert.

Mittlerweile huscht wenigstens hin und wieder ein Küsschen über die Leinwand, aber auch das war lange Zeit undenkbar. Ganz im Gegenteil dazu stehen die Tanzszenen. Dabei werden synchron die Hüften geschwungen, heftig in die Luft geboxt, Körper und Köpfe in schlangenähnlichen Bewegungen verdreht und mit weit gespreizten Beinen immer wieder kraftvoll der Unterleib nach vorne geschleudert, als würde eine ausdauernde Sexszene gedreht werden. Aufregend wird dies vor allem, wenn man eine Disko in Indien besucht. Denn die Bewegungen der Filmstars sind natürlich auch Vorbild auf den heimischen Tanzflächen.

Duzku-Tal, Nagaland, Irndien

Duzku-Tal in Nagaland

Kerala, Indien

Angler in Kerala

7. Auf Kuschelkurs

Körperkontakt zwischen Männern und Frauen, die nicht zur Familie gehören, sind in der indischen Gesellschaft verpönt. Anders verhält es sich mit gleichgeschlechtlichem Kontakt. Männer, ob Familie oder Freunde, laufen Händchen haltend durch die Stadt, sitzen aneinander gekuschelt auf Bänken, legen die Hand auf das Bein oder den Arm um die Schulter des anderen, sobald sie nebeneinander sitzen und verhalten sich so körperlich nah und verschmust, wie sie es mit einer Frau niemals in der Öffentlichkeit täten.

Packliste

Unsere Ausrüstung muss einiges aushalten. Seit 7 Jahren sind wir dauerhaft unterwegs und strapazieren unser Hab und Gut im täglichen Einsatz. Einiges hat bei uns nur kurze Zeit überlebt, doch anderes bewährt sich mittlerweile seit Jahren und wir sind von der Qualität überzeugt. Unsere Empfehlungen könnt ihr hier nachlesen.

8. Bierchen im Dunkeln

Alkohol ist in weiten Teilen der indischen Gesellschaft ein Tabuthema. Einige Staaten sind sogenannte „dry states“, in denen Alkohol weder offiziell erworben noch öffentlich getrunken werden darf. In den übrigen Staaten kann man Alkohol in speziellen Geschäften kaufen, jedoch wird die Ware beim Verkauf meist in Zeitungspapier gewickelt, um die Integrität des Käufers zu wahren.

Kneipen sind dunkle, wenig einladende Kaschemmen, in denen sich eine Handvoll betrunkener Männer daneben benimmt oder bleiern auf ihre Getränke starrt. Es herrschen ganz allgemein zwei Vorstellungen zum Alkohol in Indien: man trinkt gar keinen Alkohol oder man ist Alkoholiker.

Tatsächlich ist Alkoholismus ein großes Problem, besonders im Norden des Landes und auf dem Land. Wird getrunken, dann mit der Absicht möglichst schnell möglichst berauscht zu sein. Jedoch geht es auch anders: In Bangalore hat sich zum Beispiel eine eigene Brauerei Szene entwickelt, die in modern eingerichteten Schankräumen Craft Beer anbietet.

Hier sitzen meist junge Einheimische und genießen ein kühles Blondes zum Mittag- oder Abendessen, ganz ohne die Absicht danach völlig betrunken zu sein. In anderen Großstädten wie Neu-Delhi oder Mumbai sind mittlerweile auch hippe Bars entstanden, in denen sich die Menschen der Obersicht zuprosten.

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Polizist vor dem Sawan Pavillon im Roten Fort, Neu-Delhi

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buddhistischer Handwerker in Arunachal Pradesh

9. Doppelleben

Junge Menschen wohnen meist bis zu ihrer Hochzeit bei den Eltern. Viele führen dabei ein Doppelleben. Machen sie vor ihren Eltern den Anschein, weder Alkohol, Zigaretten, Drogen noch das andere Geschlecht jemals berührt zu haben, lassen sie, sobald sie aus der elterlichen Tür treten, die Sau raus.

10. Nicht ohne mein Masala

Die häufigste Frage, die uns in Indien gestellt wird, lautet, wie wir das mit dem Essen handhaben und ob wir genügend deutsches Essen in unserem Gepäck verstauen konnten, um während unserer Reise davon zu zehren. Für viele ist es undenkbar, dass wir einfach die landestypischen Gerichte essen.

Doch nach indischem Verständnis ist die Frage gar nicht unberechtigt. Viele Inder sind sehr unflexibel, was ihre Ernährung angeht. Anders gesagt: Sie sind so an scharfes Essen gewöhnt, dass Gerichte ohne den nötigen „Masala-Mix“ für sie so geschmacklos und pappig sind, dass sie es kaum ertragen können.

Diese Probleme treten bereits zwischen den Bundesstaaten Indiens auf. Auf das Essen aus Punjab, bekanntermaßen das beste indische Essen, könne man sich noch einigen, aber darüber hinaus? Gujaratis wollen es süß, Malabaris brauchen Kokosnuss, Tamilen können nicht ohne Chili. Kulinarisch trennen Indiens Norden und Süden Welten.

Indien, Kuriositäten

Uttapam, die südindische Spezialität

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die indische Kuh

11. Falsch im eigenen Land

Die Schere zwischen Arm und Reich in Indien ist enorm. Kostet ein Kaffee in der günstigsten Version 10 Rupien, findet man in den großen, westlichen Kaffeehausketten Menschen, die in der Lage und dazu bereit sind 300 Rupien für einen Kaffee auszugeben. Das 30-fache!

Auf Deutschland übertragen – man berechne für den günstigsten Kaffee etwa einen Euro – bedeutete dies, dass es in den Großstädten auffallend viele Menschen gäbe, die bereit wären 30 Euro für einen einfachen Kaffee zu bezahlen.

Überhaupt werden wir den Eindruck nicht los, dass die Obersicht Indiens am liebsten woanders leben würde. Skeptisch beäugen sie die hygienischen Umstände eines für sie unbekannten Restaurants, bevor sie im Zweifel in ein teureres Lokal umziehen, mit der zweifelhaften Hoffnung nach mehr Sauberkeit. Schließlich wollen sie keine Magenverstimmung riskieren.

Das von allen getrunkene gefilterte Trinkwasser meiden sie mit unglücklichem Blick und teilen mit, dass sie das nicht vertragen würden. Sobald es im Land regnet, rufen sie sich eilig ein Taxi, denn auch kurze Strecken von 200 Metern könne man nicht zu Fuß gehen, da sonst Schuhe und Kleidung durch den Dreck der Straße, der nun in schlammigen Pfützen treibt, beschmutzt würden.

12. Gut, besser, am Besten

Ein guter Job in Indien ist in erster Linie ein Job, bei dem man nicht körperlich arbeiten muss. Ein klimatisiertes Büro, das vor den Unwägbarkeiten des indisches Wetters (Sonne, Hitze), aber auch der indischen Realität (Lärm, Dreck, Staub, Menschenmassen) schützt, ist sehr beliebt.

Auch ein Ladenbesitzer, der tagein tagaus in seinem kleinen Geschäft, sitzt – bzw. in liegender Position – auf Kundschaft wartet, hat es in den Augen der Gesellschaft schon weit gebracht, da er eigentlich die meiste Zeit gar nicht arbeiten, sondern nur körperlich anwesend sein muss.

Die besten Jobs sind natürlich die Regierungsjobs, die alle Annehmlichkeiten vereinen: Man hat ein Büro, muss absolut gar nichts machen, verdient gut und erntet so viel Prestige, dass man die Familie jeder Frau im Nu von einer Hochzeit überzeugen kann.

Wem das nicht gelingt, der hofft immer noch auf einen Job, der das Tragen einer Uniform ermöglicht (Busfahrer, Sicherheitsfirma). Denn auch dieser Umstand sorgt bereits für bewundernde Blicke.

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trampen in Indien

Indien, Kuriositäten

13. Datenschutz

In Indien nimmt man es mit dem Datenschutz eher lax. Jeder Schritt wird in den sozialen Medien durch Geotagging dokumentiert. Lockangebote, die beim Kauf eines Schokoriegels 2% Rabatt versprechen, wenn man online bezahlt, werden ohne Zögern freudig angenommen. Jede Taxifahrt wird bargeldlos übers Smartphone abgerechnet.

Besonders seit dem Bargeldmangel, den die schlecht geplante Währungsreform 2016 mit sich zog, und die eine Bezahlung übers Internet unumgänglich machte, ist bargeldloses Bezahlen großflächig in den Alltag vieler Inder eingezogen.

Der seit kurzer Zeit verpflichtende Aadhaar-Personalausweis speichert neben einer zwölfstelligen Identifikationsnummer und persönlichen Daten vor allem biometrische Merkmale wie einen Scan der Iris beider Augen und die Abdrücke aller zehn Finger.

Befürworten sprechen von einer großen Chance für die indische Wirtschaft. Hightech-Unternehmen aus aller Welt könnten Indien und die Masse der biometrischen Daten als Experimentierfeld für hochmoderne Bezahlsysteme nutzen und zum Beispiel Geschäftsabschlüsse per Iris-Scan oder Fingerabdruck testen.

Die wenigen Kritiker des milliardenteuren Projekts befürchten Datenmissbrauch durch Dritte, unkontrollierten Zugriff durch die Behörden und den vollständigen gläsernen Bürger.

trampen in Indien, Kuriositäten

trampen in Indien

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Aus dem hohen Norden Deutschlands hinaus in die Welt: 2011 zieht es Morten und Rochssare für zwei Jahre per Anhalter und mit Couchsurfing auf den südamerikanischen Kontinent. Genauso geht es nun weiter. Jetzt jedoch in die andere Richtung. Seit 2014 trampen die beiden auf dem Landweg von Deutschland nach Indien und weiter nach Südostasien. Es gibt noch viel zu entdecken.

Von ihren Abenteuern und Begegnungen erzählen sie in ihren Büchern „Per Anhalter durch Südamerika“ und „Per Anhalter nach Indien“, jeweils erschienen in der National Geographic Reihe bei Malik.

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  • Oli
    24. Februar 2018

    Zu Punkt 5: Das ist in China nicht gross anders als in Indien. Die Polizei greift eigentlich nur hart durch, wenn das Machtmonopol der KPC in Frage gestellt wird. In den meisten Fragen des Alltags werden Gesetze kaum durchgesetzt.

    Für Kurzeitbesucher am deutlichsten ist das am Strassenverkehr zu sehen. Eine Bekannte von mir ist jeden Tag verkehrt rum durch die Autobahneinfahrt gefahren, weil das kürzer ist.

    Gravierender ist es bei den Umweltgesetzen. Firmen, die viel Geld in die Tasche von Lokalpoliker spülen, können ihren Dreck unbestraft in die Natur leiten.

    Wer in China Geld hat, verfügt in der Regel auch über Kontakte in der Partei. Und die kann alles möglich machen.


    • Morten & Rochssare
      24. Februar 2018

      Oh man, da sind sich Indien und China wohl doch ähnlicher, als man denken mag. Das mit dem “Dreck ungestraft in die Natur leiten” funktioniert nämlich auch in Indien ausgezeichnet. Es scheint schwierig, Gesetze effektiv auf so große Massen wie in diesen beiden Ländern anzuwenden.


  • Anonymous
    24. Februar 2018

    Great observations…. Liked the article… I think you could have included the fact that only 3% of Indians actually pay tax . That elaborates the points like rich-poor divide and also a lot of other problems…

    Also the impact of Bollywood is actually huge… Using metaphors to hint a sex scene and then rampant objectification in dance songs is actually one of the main reasons behind crime against women while considering sex as a taboo subject


    • Morten & Rochssare
      24. Februar 2018

      Thanks a lot for appreciating our article, Viv. Exploring India is such a vast thing.
      We actually wrote about some more observations and experiences in India in two more articles on our blog. You might like to check it out 🙂


  • Anonymous
    26. Februar 2018

    English version ??


    • Morten & Rochssare
      26. Februar 2018

      Sorry, but google might help.


  • Eva
    19. April 2018

    Ich möchte nicht in Indien leben… Meiner Meinung nach ist das Leben dort sehr schwer und ungerecht. Ich war besonders empört über den Punkt 1. Ich verstehe nicht, wie man Söhne oft Töchtern vorgezogen wird???!!! Alle sind gleich!!! Leider ist es nur meine Meinung(((
    Und die Hochzeit??? Wie kann man ohne Liebe heiraten???? Ich verstehe das nicht(((
    Ich kann nur mit den Mädchen aus Indien sympathisieren…


    • Morten & Rochssare
      19. April 2018

      Ja, für uns sind diese bis heute praktizierten und sehr alten Traditionen nur mit viel Mühe nachzuvollziehen.
      Humanistisches Denken können sich die meisten Menschen aber auch erst dann leisten, wenn sie wissen, wie sie den nächsten Tag überstehen werden.
      Natürlich ist das keine Entschuldigung für menschenverachtendes Verhalten, aber es ist schwierig zu urteilen, wenn man nicht selbst in so einer ausweglosen Situation gefangen ist, wie die unteren sozialen Klassen in Indien.