Poon Hill
Trekking im Himalaya Nepals – zwischen Subtropen und eisiger Kälte 3/3

Die Annapurna Umrundung bis nach Poon Hill und Naya Pul


22. Oktober 2015
Nepal
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Die Annapurna Umrundung im Himalayagebirge Nepals gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten Fernwanderstrecken der Welt. Sie erstreckt sich über rund 300 km und umfasst alle Klimazonen des Landes; von den heiß-feuchten Subtropen bis hinein in die eisige alpine Kälte. Bisher haben wir die üppige Vegetation, die Reisterrassen, buddhistischen Dörfer, kühlen Wälder und eisigen Winde entlang der Ostseite des Annapurnamassivs von Besi Shahar bis nach Manang und weiter über den Thorung Pass auf 5.416 Metern Höhe erkundet. Nun folgt die letzte Etappe unserer 15 Tage dauernden Annapurna Umrundung – der Abstieg aus der Kälte hinab in die Subtropen, garniert mit einigen atemberaubenden Ausblicken.

 

Tag 10 • Start: Ranipauwa (3.710 m NN) • Ziel: Marpha (2.680 m NN) • Distanz: ̴ 25 km • Aufstieg: 60 m • Abstieg: 1.090 m • Gehzeit: 6:30 h

Was für ein berauschender Tag! Nach den Strapazen des rund einwöchigen Aufstieges von Besi Shahar (800 m NN) bis hoch hinauf über den Thorung Pass (5.416 m NN) fällt in Ranipauwa eine Last von unseren Schultern. Wir fühlen uns frei und beschwingt; zu gut, wie sich herausstellen wird. Doch das Drama nimmt seinen Lauf. Wir stehen kurz vor der Peripetie.

Aber der Reihe nach: Auch am Morgen nach unserer Ankunft ist Ranipauwa genauso unästhetisch wie zuvor. Das Bier vom Vorabend, mit welchem wir unseren Siegeszug über den Thorung Pass feierten, konnte ebenfalls nichts daran ändern. Stattdessen wirkt das Dorf im Morgengrauen noch trostloser. Gähnend klafft die breite Schotterpiste wie ein Schlund zwischen den Häusern. Geisterhaft färbt sich Schwarz zu Blau, als das erste Licht das Tages über das Bergmassiv im Osten kriecht. Niemand ist zu sehen, kein Laut zu hören.

Im Westen, weit hinter Ranipauwa, leuchten die Gipfel des Dhampusmassivs, einschließlich seiner höchsten Spitze dem Dhampus Peak (6.010 m). Auch der Tukuche (6.920 m) und Dhaulagiri (8.167 m) sind zu sehen.

Wir verlassen Ranipauwa gegen 7:45 Uhr und folgen missmutig der breiten Straße hinab ins Tal. Unsere Motivation die nächsten Stunden entlang dieser staubigen Piste zu wandern hält sich in Grenzen. Jedes Mal, wenn einer der klapprigen Busse donnernd an uns vorbei ächzt oder ein Jeep die Piste entlang ruckelt, sind wir für lange Sekunden in einer Staubwolke gefangen, sammelt sich feiner Sand in unseren Lungen. Nicht ohne Grund meistern die Einheimischen hier ihren Alltag mit Atemschutzmasken.

Doch unser Guide Raj Kumar ist davon überzeugt, dass es keine Alternative zu dieser Strecke gibt; schon gar keinen Wanderpfad.

Also schlendern wir hinab durch die karge, von niedrigem, trockenem Bewuchs geprägte, Umgebung. Bereits nach einer halben Stunde passieren wir Jharkot (3.500 m NN). In der Einöde wirkt die kleine Siedlung mit ihren wenigen grünen Bäumen wie eine Oase; ein Vorposten des Lebens in der Wüste. Die weiß getünchten Häuser des Ortes klammern sich entlang eines schmalen Hügelkamms, drängen sich zusammen. Sie stehen wie eine Wagenburg, eine Festung, gebaut für den Widerstand gegen die raue Ödnis.

Wir ziehen weiter. Die Oase Jharkot verschwindet in unserem Rücken und wieder liegt das karge Land vor uns. Brauner Stein, beigefarbener Sand und Staub, niedrige, rotbraune, trockene Sträucher. Eine Ziegenherde auf dem Hang zu unserer Linken rupft das spärliche Gras aus dem Boden; vereinzelt kauen die Tiere gemächlich an trockenen Zweigen. Sie leben – überleben.

Nach etwa einer Stunde drängen sich beunruhigende Gedanken auf. Dass wir bisher die einzigen Wanderer auf der Straße sind, macht uns stutzig; unser in Erfahrung begründetes Misstrauen in Raj Kumar argwöhnisch. Wie kann es sein, dass gestern Abend so viele Wanderer in unserem Hotel in Ranipauwa waren und nun nicht einer von ihnen zu sehen ist, fragen wir uns und unseren Guide. Achselzuckend glaubt Raj Kumar zu wissen, dass sie wohl alle mit dem Bus oder Jeep hinab in wärmere Gefilde fahren. Wir bleiben skeptisch: Von dutzenden Trekkern hat nicht ein einziger Lust zu wandern?

Wir verlassen die Straße und folgen einem Pfad abseits über die Berghänge. Mittlerweile fällt der Weg steil ab und als wir nach drei Stunden Fußmarsch Eklai Bhatti (2.830 m NN) erreichen, haben wir bereits 1.000 Höhenmeter überwunden. Zu unserer Rechten fließt der Kali Gandaki aus dem Grenzgebiet zu Tibet kommend, hinab zu den Füßen des Himalayas.

Wir sind zurück auf der Straße, die von hier in bergigem Geradeaus bis nach Jomsom (2.760 m NN) führt. Busse und Jeeps (ohne dutzende Wanderer in ihrem Inneren) rollen an uns vorbei. Staub wirbelt auf, bedeckt unsere Körper. Da der Kali Gandaki im Moment wenig Wasser führt, entscheiden wir uns für eine Abkürzung durch das breite, felsige Flussbett und erreichen gegen 13 Uhr Jomsom. Eine Siedlung, deren Bedeutung für die Annapurnaregion vor allem durch den Flughafen begründet ist. Wer möchte, kann sich von hier direkt nach Pokhara fliegen lassen.

In Jomsom wollen wir eigentlich zu Mittag essen, doch die Aussagen Raj Kumars lassen wie immer sehr viel Interpretationsspielraum. Diesmal begnügt er sich lediglich mit einer genervten, nach vorne zeigenden Geste, um uns Ort und Zeit der Mittagspause anzukündigen. Wir fragen noch einmal nach, doch Raj Kumar hat keine Lust zu antworten und starrt einfach weiter geradeaus. Also beschließen wir die Essenspause selbst zu bestimmen und biegen in das nächstbeste Gästehaus ab.

Wir essen Mittag und treffen Raj Kumar und Bijayarai zwei Stunden später an einem Polizeicheck wieder. Noch immer genervt von seiner Nutzlosigkeit, stellen wir unseren Guide zur Rede. Nicht nur, dass seine Art der Kommunikation ein Totalausfall ist; wir sind durch Zufall auch auf ein Hinweisschild gestoßen, dass einen alternativen Wanderweg von Ranipauwa bis nach Marpha ausweist. Raj Kumar hat uns wieder einmal belogen.

Und hier kommt das bereits angekündigte Drama, der Wendepunkt in unserer Geschichte. Nicht nur wir sind emotional, auch Raj Kumar ist es. Dass wir ihn für zwei Stunden einfach so stehen ließen ist mit seinem Selbstverständnis als „weltbester Guide“ nicht zu vereinbaren. Störrisch wie ein kleines Kind sitzt er auf einem Stein und weigert sich nun seinerseits auch nur einen weiteren Schritt mit uns zu gehen. Wir können unser Glück kaum fassen! Freudig schütteln wir unserem ahnungslosen Träger Bijayarai zum Abschied die Hand, schultern unser Gepäck und machen uns aus dem Staub.

Es dauert ein paar Minuten, bis wir realisieren, was da gerade passiert ist. Doch mit jedem Meter, den wir uns von Raj Kumar entfernen steigen Freude und Glück in uns auf. Jeder Schritt ist eine Befreiung. Wir lächeln selbst die dicken Staubwolken an, mit denen uns Busse und Jeeps entlang der Straße eindecken.

Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir unser Ziel Marpha (2.680 m NN) gegen 17 Uhr. Etwas abseits der Straße gelegen blieb Marpha ein ähnlich hässliches Schicksal wie Ranipauwa erspart. Noch immer schlängeln sich schmale, gepflasterte Gassen vorbei an zweistöckigen, weiß getünchten Häusern aus Naturstein. Wunderschön geschnitzte Fensterrahmen zieren das Dorf, auf Flachdächern lagern massige Holzscheite, Gebetsfahnen wehen im Wind und von der tibetischen Samtenling Gompa genießen wir einen fantastischen Blick über die idyllische Siedlung.

Tag 11 • Start: Marpha (2.680 m NN) • Ziel: Kokhethanti (2.525 m NN) • Distanz: ̴14 km • Aufstieg: 200 m • Abstieg: 335 m • Gehzeit: 5 h

Marpha ist die Apfelhauptstadt auf der Annapurna Umrundung und wir sind glücklich, mitten in der Saison hier zu sein. Im Garten unseres Hotels ist der Apfelbaum so schwer beladen, dass er seine Früchte nicht mehr halten kann und so finden große, saftige Äpfel ihren Weg vom feuchten Boden in unsere Rucksäcke. Doch damit ist noch nicht genug: Auf Marphas Apfelmenü stehen außerdem getrocknete Apfelringe, Apfelkuchen (mit und ohne Streusel), Apfelsaft, Apfelcidre und Apfelbrand. Unser Tag beginnt stilecht mit einem leckeren Stück Apfelkuchen auf der sonnigen Terrasse vor unserer Unterkunft.

Gegen 9 Uhr lösen wir uns aber doch aus dem sanften Griff der Morgensonne, der uns auf der Terrasse schon etwas zu lange festhält. Wir verlassen Marpha und folgen einem kleinen Stück der Straße, bis wir die erste Möglichkeit nutzen, um auf einen Wanderweg abzubiegen. Nachdem wir Raj Kumar und seine Lügen endlich los sind, wollen wir keinen einzigen Meter Waldboden, kein noch so kleines Stück eines Alternativpfades, unter unseren Füßen vermissen.

Wir überqueren den Kali Gandaki auf einer wackeligen Holzbrücke auf das östliche Ufer und schon bald erreichen wir Chhairo (2.680 m NN), eine kleine, exiltibetische Siedlung. Die wenigen Häuser des Ortes sind weiß getüncht, Gebetsfahnen flattern auf den Flachdächern, die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen herab. Apfelbäume stehen in Plantagen zusammen; voll beladen und reif für die Ernte. Mani-Mauern und kleine Chorten säumen den Weg.

Durch einen Pinienwald laufen wir oberhalb des Kali Gandaki, der sich weit unter uns durch das Tal gräbt. In der Ferne erblicken wir die ersten Ausläufer des Dhaulagirimassivs. Dann steigen wir weiter hinauf. Ein steiler Pfad führt uns eine halbe Stunde lang in schmalen Serpentinen einen Hang hinauf. Auf dessen Rücken erreichen wir, nach Atem ringend, die ersten Felder von Chimang (2.870 m NN). Zwischen den umgepflügten Äckern wachsen auch hier jede Menge Apfelbäume und wir können nicht widerstehen, einen besonders saftig und rot leuchtenden Apfel einzustecken.

Zwischen den Bäumen blitzen immer wieder die Gletscher des Dhaulagiri hervor, der sich, von Chimang gesehen, in seiner vollen Pracht zeigt. Chimang, abseits der Hauptroute, ist ein untouristisches Kleinod. Die schlanken Gassen des Dorfes sind fest in Kinderhand. Ein paar Knirpse spielen mit einem grünen Gummiball, während einer der Freunde vor einem Berg schmutzigen Geschirrs sitzt und an einem öffentlichen Brunnen Tassen und Teller spült. Nebenan schlagen ein paar Jugendliche einen Volleyball über eine gespannte Schnur. Am kleinen Kanalsystem, das Chimang durchzieht, seift und bürstet eine Frau ihre Wäsche.

Hinter Chimang weitet sich der Pfad wieder zu einer staubigen Piste und führt den Hang auf der anderen Seite hinab bis zum Fluss. Über eine Hängebrücke gelangen wir wieder auf das westliche Ufer des Kali Gandaki und erreichen gegen Mittag Tukuche (2.580 m NN). Ähnlich wie Jagat auf der östlichen Seite des Annapurnamassivs war Tukuche einst ein bedeutender Handelsplatz für Waren auf dem Weg nach Tibet oder entgegensetzt hinaus aus den Bergen.

Es heißt, dass der heutige Schulhof, auf dem gerade ein paar Kinder Volleyball spielen, der ehemalige Umschlagsplatz für Salz aus Tibet war, das hier gegen Gewürze, Reis und anderes Getreide eingetauscht wurde. Damals zogen schwerbeladene Yak- und Ziegenkarawanen auf den schmalen Pfaden durch die Berge, bis sie sich ihrer Last in Tukuche entledigen konnten. Die geräumigen Lagerhallen, die noch vor wenigen Jahrzehnten allerlei Waren füllten, dienen heute als Wohnraum, Hotels oder Restaurants. Aufgrund politscher Verwicklungen spielt der Handel mit Tibet keine Rolle mehr.

Hinter Tukuche stehen wir wieder auf der von Geröll und Staub übersäten Piste. Wir versuchen die Straße über das Flussbett abzukürzen. Die mächtigen Gipfel des Dhaulagiri I (8.167 m) und Annapurna I (8.091 m) liegen an dieser Stelle nur 38 km voneinander entfernt und es heißt, dass der Kali Gandaki hier das tiefste Durchbruchstal der Welt in den Fels gegraben hat. Im Flussbett selbst ist uns das jedoch ziemlich egal. Wir haben andere Probleme – unsere Abkürzung erweist sich als Sackgasse. Mehrfach müssen wir die Ausläufer des Flusses überqueren, was uns aber häufig nur mäßig gut gelingt. Auf der Suche nach dem richtigen Weg lassen wir uns nicht einmal Zeit die Aussicht auf die Massive Dhaulagiri und Nilgiri zu genießen. Nach einer Stunde geben wir auf und kehren mit nassen Füßen zurück auf die Straße. Gleich mehrere Busse hüllen uns zur Begrüßung in riesige Staubwolken. Der Ausflug ins Flussbett hat uns Zeit gekostet und so erreichen wir erst gegen 14 Uhr Larjung (2.560 m NN). Hungrig und erschöpft sehnen wir uns nach Dal Bhat, das wir in Windeseile verputzen.

Von Larjung folgen wir dem Straßenverlauf für eine knappe Stunde weiter nach Süden, bis wir kurz vor Kokhethanti erneut über eine Hängebrücke auf das östliche Flussufer wechseln. Gegen 16 Uhr erreichen wir unser Ziel. Mittlerweile ist der Himmel von einer dichten Wolkendecke verhangen. Kokhethanti wirkt grau und verlassen. Eine Handvoll Häuser säumen den gepflasterten Weg. Eine einziges Hotel öffnet für die wenigen Wanderer, doch außer uns bleibt kaum jemand hier. Wir sitzen etwas frierend auf der Terrasse unserer Unterkunft und lassen uns hausgemachten Cidre aus Marpha schmecken, den wir schon den ganzen Tag mit uns herumschleppen. Das Getränk ist ein wenig zu süß, dennoch leeren wir die Flasche bis auf den letzten Tropfen.

 

Tag 12 • Start: Kokhethanti (2.525 m NN) • Ziel: Lete (2.480 m NN) • Distanz: ̴ 6 km • Aufstieg: 200 m • Abstieg: 245 m • Gehzeit: 3:30 h

Es ist unerwartet kalt, als wir im Morgengrauen am Frühstückstisch sitzen. Wir dachten, dass uns die Kälte nach dem Thorung Pass (5.416 m) nicht mehr viel anhaben könnte, doch heute zittern wir noch immer in all unseren Kleidungsschichten.

Hinter Kokhethanti folgen wir einem Alternativpfad, der sich schon bald als Traktorspur entpuppt und hinauf in die Berge führt. Seit wir Raj Kumar losgeworden sind, entdecken wir die Schönheit der Annapurnaregion entlang kaum frequentierter Alternativrouten. Es sind nicht immer die kürzesten Wege, aber landschaftlich um einiges reizvoller als die staubige Straße.

Eine Dreiviertelstunde folgen wir dem Pfad, der uns immer näher an die Atemnot bringt. Die Kälte vom Frühstück ist schon lange vergessen. Verschwitzt erreichen wir endlich die Anhöhe und nähern uns dem Dorf Titigaon. Doch unsere Anstrengung wird belohnt. Um uns herum erhebt sich ein beeindruckendes Bergpanorama. Vor uns blicken wir auf die Gipfel des Nilgiri und Annapurna; hinter uns ragen Dhaulagiri und Tukuche Peak in den Himmel. Titigaon, eine kleine Siedlung aus lose zusammengewürfelten Häusern bekommt selten Besuch. Ein junger Mann, der den Vormittag auf seinem Flachdach in der Sonne genießt, beobachtet uns neugierig. Er winkt, wir antworten.

Nur wenige Meter von Titigaon entfernt schmiegt sich der Titisee (2.670 m NN) in den Wald. Über und über mit Wasserpflanzen bewachsen ist er eines der wichtigsten Rückzugs- und Brutgebiete für die Vögel im Annapurnamassiv. Vom Titisee folgen wir einem schattigen Fußweg durch einen Pinienwald hinab in eine weite Senke. Zwischen abgeernteten Maisfeldern und Futterweiden liegt Konjo (2.590 m NN), der wohl isolierteste Ort, den wir auf der Annapurna Umrundung besuchen. Wie selten sich ein Wanderer hierher verirrt bemerken wir, als wir das Dorf betreten. Für einen Moment scheint das Leben zu verharren. Bei unserem Anblick vergessen Kinder ihr Spiel, unterbrechen Erwachsene ihre Gespräche und verrenken die Köpfe, um uns besser beobachten zu können.

Von Konyo schlendern wir auf der anderen Seite wieder hinaus aus der Senke und hinauf auf einen Hang. Von der Anhöhe folgen wir dem Weg durch den Wald, bis wir vor einem steilen Abstieg halten, der bis weit hinab zum Flussbett führt. Der Weg ist steinig und loses Geröll erschwert das Vorwärtskommen. Es dauert, bis wir die Flussebene und die kleine Siedlung Chhayo erreichen.

Erneut überqueren wir eine Hängebrücke, folgen für 30 Minuten einem Waldweg und gelangen gegen halb zwölf nach Lete. Eigentlich wollen wir hier den Aussichtspunkt Dhulu Danda erklimmen, der eine 360°-Aussicht auf die umliegenden Berge verspricht. Doch es ist wie jeden Tag: Ab dem später Vormittag ziehen Wolken auf und verdecken die majestätischen Riesen. Der Aufstieg macht so keinen Sinn und wir quartieren uns in einem Hotel des Ortes ein.

Die Annapurna Umrundung ist voller kleiner Dörfer wie Lete – rohe Steinhäuser, Flachdächer, Äcker; die Architektur ist die immer gleiche. Wir sehen Bauern und Ochsengespanne, die mit Holzpflügen durch grobe Erde fahren; Bäuerinnen trennen die Spreu von Getreide, sortieren die Kartoffelernte für den Weiterverkauf. Doch hier in Lete wird uns noch etwas anderes geboten. Direkt im Innenhof unseres Hotels schlachtet unsere gastgebende Familie ein Schaf, zieht das Fell ab, entfernt die Eingeweide, säubert den Korpus, spült den Darm des Tieres, um ihn sofort mit neuem Inhalt zu füllen und zum Trocknen in die Sonne zu hängen. Den Körper des Tieres auf diese Art verschwinden zu sehen, ist nicht gerade erfreulich. Allerdings schärft er auch den Sinn für das, was Fleisch eigentlich ist – Leben.

Tag 13 • Start: Lete (2.480 m NN) • Ziel: Tatopani (1.190 m NN) • Distanz: ̴ 20 km • Aufstieg: 90 m • Abstieg: 1.290 m • Gehzeit: 5:50 h

Und wieder klingelt der Wecker viel zu früh. Es ist 4:30 Uhr, kalt und stockdunkel – draußen und auch in unserem Zimmer. Mit der Taschenlampe machen wir uns auf den Weg zum Aussichtspunkt Dhulu Danda. Lete bei Nacht wirkt ausgestorbenen. Selbst die Kühe, die sonst gemütlich über die Straße trotten, sind verschwunden. Am nördlichen Rand des Ortes folgen wir einem steilen Trampelpfad hinauf in den Wald. Zunächst können wir dem Pfad über heruntergetretenes Gras problemlos folgen, doch bereits nach wenigen Minuten verlieren wir uns zwischen den Bäumen. Im ersten Licht des Tages orientieren wir uns lediglich in eine Richtung: aufwärts. Wir klettern über Felsvorsprünge, rutschen über feuchten Boden, stapfen über Moose und durch Schlammlöcher. 40 Minuten schlagen wir uns durch das Dickicht. Als die ersten Sonnenstrahlen die Berge um uns herum in leichtes rosa färben, erreichen wir eine kleine Lichtung am Hang.

Von hier haben wir einen sagenhaften Ausblick auf die Massive des Himalayas. Um uns liegen Dhaulagiri (8.167 m), Tukuche Peak (6.920 m), Nilgiri North (7.061 m), Nilgiri (6.940 m), Nilgiri South (6.839 m), Fang (7.647 m) und Annapurna I (8.091 m), über dem gerade die Sonne aufgeht. Es ist noch immer kalt, unser Atem kondensiert in der Kühle des Morgens, doch wir harren aus. Der Anblick dieser Giganten aus Granit ist einfach faszinierend.

Zurück in Lete machen wir uns auf in Richtung Süden. Der Straße folgend, die wir gelegentlich auf vermeintlichen Abkürzungen durch den Wald verlassen, erreichen wir nach anderthalb Stunden Ghasa (2.000 m NN). Das kleine Dorf ist die südlichste tibetische Siedlung in der Annapurna Region. Aus den Bergen kommend ist es die letzte buddhistische Bastion, bevor sich die Bevölkerung in den niederen Höhenlagen wieder vermehrt dem Hinduismus zugehörig fühlt. Doch nicht genug: Um Ghasa verändert sich auch die Vegetation. Der Nadelwald bleibt zurück und das feuchte, ausufernde Grün der Subtropen bricht aus dem Untergrund hervor.

Wenn wir alleine wandern, entwickelt sich daraus immer eine (meist unglaubliche) Geschichte. Entweder unser Gasvorrat ist bereits auf halber Strecke aufgebraucht oder wir erliegen der Höhenkrankheit, ohne es zu merken oder wir verlaufen uns oder wir werden schneeblind. Es ist nie langweilig; auch diesmal nicht!

„Ich gehe schon mal ein paar Schritte vor. Wir treffen uns gleich wieder.“, werden die letzten Worte sein, die ich für die nächsten fünf Stunden höre. Danach beginnt eine verzweifelte Suche, die mich lange durch Ghasa hetzen lässt und mir schlussendlich die Gewissheit beschert, dass wir uns verloren haben.

Naja, unsere Liste der Dinge die auf einem Trek nicht passieren sollten, uns aber trotzdem widerfahren sind, ist um einen Punkt erweitert.

Irgendwann bekomme ich von einer jungen Frau, die gerade ihre Wäsche an einem der öffentlichen Brunnen wäscht, einen verheißungsvollen Tipp und verlasse Ghasa über eine marode Holzbrücke auf das östliche Ufer des Kali Gandaki. Der Alternativpfad zur Straße bietet ein paar herrliche Ausblicke ins Tal. Entlang des felsigen Hangs gönne ich mir jedoch keine Pause. Ich eile den Weg hinauf und hinab, überspringe Natursteinstufen, steige über Wurzeln und Steine, die das Vorwärtskommen unnötig erschweren. Hinter jeder Kurve vermute ich hoffnungsvoll ein mir bekanntes Gesicht wiederzuentdecken – und werde stets enttäuscht.

Seit zwei Stunden hetze ich mich durch die wunderschöne Landschaft, durch kleine Dörfer und vorbei an ihren neugierigen Bewohner, die mir interessiert hinterher starren. Ab und an frage ich nach, doch bekomme nur widersprüchliche Antworten. Der Rucksack macht mir mittlerweile zu schaffen; schwer wiegt die Last auf meinen Schultern.

Endlich komme ich zur Ruhe: Ein älterer Herr, ebenfalls Wanderer auf der Annapurna Umrundung, versichert mir glaubhaft, jemanden gesehen zu haben, der exakt auf die von mir angegebene Beschreibung zu passen scheint, allerdings sei dies bereits gut 30 Minuten her. Doch immerhin weiß ich nun, dass wir beide, obwohl getrennt, zumindest in die richtige Richtung laufen. Mein Schritt verlangsamt sich, mein Atem ebenfalls. Ich versuche die Umgebung etwas mehr zu genießen, die rauschenden Wasserfälle, die enge Schlucht des Kali Gandaki, die authentischen, noch nicht vom Tourismus überlaufenen Dörfer und ihre Terrassenfelder. Ein langer Abstieg, der mich das Alter meiner Knie spüren lässt, führt mich an das Ufer des Kali Gandaki und über eine Hängebrücke zurück an die Straße nach Dana (1.450 m NN). Es ist bereits 14 Uhr und seit gut drei Stunden bin ich rastlos unterwegs. Ein paar Zitrusbäume stehen unterhalb der Straße, verkünden von der lange vermissten, anhaltenden Wärme unterhalb von 2.000 Höhenmetern.

Doch lange halte ich mich nicht auf. Von Dana sind es noch anderthalb Stunden entlang der Straße bis zu unserem Tagesziel Tatopani. Dort hoffe ich endlich fündig zu werden…

Dann ist es tatsächlich soweit: Viereinhalb Stunden nonstop-speed-hiking enden in Tatopani (1.190 m NN) und vor einem kleinen Lokal sitzt, freudestrahlend und schon ein bisschen vom Warten gelangweilt, meine bessere Hälfte.

Meine Schultern, Knie und Füße sind geschunden, mein Rücken ganz bestimmt nachhaltig zerstört. Kaum eine Bewegung kommt ohne schmerzhaftes Gestöhne aus. Zum Glück ist Tatopani für seine wohltuende Thermalquelle berühmt. Bis zum Hals tauchen wir in das dampfende Becken. Langsam lässt der Schmerz nach.

Tag 14 • Start: Tatopani (1.190 m NN) • Ziel: Ghorepani (2.750 m NN) • Distanz: ̴17 km • Aufstieg: 1.750 m • Abstieg: 140 m • Gehzeit: 6:20 h

Noch immer geschunden vom gestrigen Dauerlauf machen wir uns gegen acht Uhr auf den Weg. Wir verlassen Tatopani am südlichen Ende und folgen der Straße für etwa 20 Minuten. Die Fußgängerbrücke auf das östliche Ufer des Kali Gandaki lassen wir noch links liegen und folgen der Autobrücke nach Ghar Khola. Hier beginnt der höchste Aufstieg der Annapurna Umrundung. Den Rest des Tages werden wir nur noch bergauf laufen – es folgen sechs anstrengende Stunden.

Zunächst geht es steil bergauf der Straße folgend, doch schon nach etwa 20 Minuten zweigen Treppen von der Piste ab, die uns zwischen Feldern und Hütten immer weiter den Berg hinauf führen. Schon am frühen Morgen ist es heiß; die Sonne brennt, der Aufstieg schlaucht, wir schwitzen. Bananen- und Zitrusbäume in den Gärten der Bauernhäuser verdeutlichen, dass wir uns wieder mitten im subtropischen Klima befinden.

Knapp 400 Meter quälen wir uns den Hang hinauf und blicken vom Santosh Aussichtspunkt (1.555 m NN) bis weit hinein ins Tal auf der anderen, dem Aufstieg gegenüberliegenden, Seite. Der Weg windet sich nun gemächlich entlang einiger Terrassenfelder bis nach Ghara (1.780 m NN). Hotels und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl der Wanderer, doch kaum jemand bleibt, denn der Weg steigt noch immer stetig an.

Gegen 11:30 Uhr erreichen wir Shikha (1.990 m NN). Nach dreieinhalb Stunden haben wir die Hälfte des Aufstiegs geschafft und gönnen uns eine Mittagspause. Doch zu lange wollen wir nicht verweilen, denn wir haben noch eine weite Strecke vor uns.

Die Pause hat mir nicht gut getan. Ich fühle mich kraftlos und müde; Rücken und Schultern schmerzen unter der Last meines Rucksacks. Ich muss mich zu jedem Schritt überwinden. Doch in der Not fällt mir Michael Ende ein, der einem alten, armen Straßenkehrer einst die größte Weisheit in den Mund legt: „Ein Schritt, ein Strich, ein Atemzug“.

So gelangen wir immer weiter in die Höhe – erst nach Phalate (2.390 m NN), dann nach Chitre (2.420 m NN). Von Chitre folgt der letzte Anstieg: eine Stunde steil bergauf bis nach Ghorepani. Eine Stunde in der jeder Schritt kürzer und jeder Atemzug länger wird. Doch dann ist es geschafft – kurz vor 16 Uhr erreichen wir Ghorepani und beenden den Tag mit Bier, Fritten und Dal Bhat.

Annapurna Umrundung

Ein Schritt, ein Atemzug bis nach Ghorepani

Tag 15 • Start: Ghorepani (2.750 m NN) • Ziel: Naya Pul (1.050 m NN) • Distanz: ̴17 km • Aufstieg: 460 m • Abstieg: 2.160 m • Gehzeit: 7:00 h

Der letzte Ansturm, der letzte Aufstieg, die letzte Chance auf die Berge. Der Weg zum Aussichtspunkt Poon Hill, knapp 500 Meter über Ghorepani, ist das Schlusskapitel für die meisten Trekker auf der Annapurna Umrundung; und zugleich ein Höhepunkt der Wanderung.

Um fünf Uhr morgens sind die Treppen hinauf zum Aussichtspunkt so verstopft, wie eine Autobahn im Ruhrgebiet. Eine endlose Menschenschlange quält sich in teils hoffnungslos langsamen Tempo nach oben. Reisegruppen, mit Trekkingstöcken bewaffnet, verteidigen ihre Positionen mit erbarmungsloser Ignoranz. Es gibt kaum ein Vorbeikommen an den weit nach außen ragenden Spitzen der Gehhilfen. Doch die meisten bremsen sich selbst aus: Der Aufstieg fordert seinen Tribut in Form von Atempausen.

Nach einer halben Stunde erreichen wir Poon Hill (3.210 m) und gesellen uns zu einer Gruppe Koreaner, die bereits versucht mit ihren Smartphones Panoramabilder aufzunehmen, obwohl es für ein Panorama eigentlich noch zu dunkel ist.

Als das Licht dann endlich die Bergspitzen hinunterkriecht, füllt sich der Aussichtspunkt zusehends. Riesige Kamerastative werden positioniert, Linsen noch einmal gewissenhaft gesäubert. Ein paar Israelis kochen Wasser für einen wärmenden Tee. Den hätten hier alle nötig, denn es ist bitter kalt.

Die fünf Gipfel des Dhaulagirimassives, Tukuche (6.920 m), Nilgiri (6.940 m), Annapurna South (7.219 m), Annapurna I (8.091 m), Hiunchuli (6.441 m), Tarke Kang (7.193 m) und Machhapuchhare (6.997 m) sind die glitzernden Protagonisten im ersten Sonnenlicht. Die Kulisse ist angerichtet, nun folgt das Spektakel: Auf dem Aussichtspunkt rasten alle aus. DLRS-Klicken, aufgeregtes Kichern, Posieren; die Koreaner sind noch immer mit ihrem Panoramabild beschäftigt.

Es gibt Hektiker und Chiller. Die einen rennen hin und her, suchen die kleinste Lücken, um sich in die besten Positionen zu drängen; die anderen sitzen auf Bänken, schlürfen Tee, schauen dem Treiben gelassen zu und warten ab, bis sich die Masse langsam beginnt aufzulösen. Dann ist der Weg frei für die besten Motive. In diesem Moment ist es etwa 6:30 Uhr. Die Berge leuchten nicht mehr rosa, sind dafür aber in klarem Morgenlicht umso schöner. Vielen Schaulustigen entgeht dieser Anblick jedoch, denn sie sind schon wieder auf dem Weg hinab nach Ghorepani.

Auch wir folgen etwas später, frühstücken in unserer Unterkunft und machen uns auf die letzten Kilometer der Annapurna Umrundung bis nach Naya Pul. Wir laufen in moderatem Gefälle durch den Wald unterhalb Ghorepanis. Moose, Gräser, kleine Bäche und Wasserfälle kühlen die Luft und erleichtern so unseren Abstieg über die vielen steinernen Treppenstufen. Relativ schnell erreichen wir Nangathanti (2.460 m NN) und Banthanti (2.250 m NN). Dann verlassen wir nach und nach den Wald und blicken hinab auf unzählige Reisterrassen entlang der Hänge.

Gegen 11:20 Uhr erreichen wir Ulleri (2.080 m NN), eines der größeren Dörfer auf dem endlos erscheinenden Abstieg. Mittlerweile laufen wir seit drei Stunden bergab und gönnen uns eine kurze Pause. Dann beginnt die Hölle. Hinter Ulleri fällt der Weg in steilen, unregelmäßig gehauenen Treppen bergab. Über eine Stunde sinken wir Stufe für Stufe bis nach Tikhedhunga (1.540 m NN) dem Tal entgegen.

Meine Knie, angeschlagen von den anstrengenden letzten Tagen, befinden sich im Warnstreik. Ich ignoriere sie und zwinge ihnen mein Diktat auf – wofür sie sich wenig später schmerzvoll rächen.

In Hille (1.510 m NN), kurz hinter Tikhedhunga, weitet sich der Pfad in eine von Schlaglöchern übersäte Schotterpiste. Meine Knie schreien nach Rache. Ich kann kaum noch einen Schritt vor den anderen setzen, habe Mühe meine Füße über Steine zu heben und stolpere stattdessen ständig vor mich hin. Doch wenigstens ist die Straße nicht mehr so steil wie der Wanderweg zuvor. Sie windet sich in Serpentinen weiter hinab ins Tal.

Vorbei an Feldern, Weiden, Bambus, Schulkindern, Dorfbewohnern, Trekkern, Geröll, hupenden Jeeps und Staubwolken erreichen wir gegen 15 Uhr endlich Birethanti (1.000 m NN), wo wir uns an einem Kontrollposten aus der Annapurna Conservation Area abmelden. Offiziell ist die Umrundung des Annapurnamassivs nun zu Ende. Wir folgen der staubigen Piste jedoch weitere 25 Minuten nach Naya Pul (1.050 m NN) bis an die Landstraße und sitzen wenig später in einem Bus nach Pokhara – auf dem Weg zu Pizza und Bier.

Annapurna Umrundung

endlose Stufen überwinden knapp 2.000 Höhenmeter

Annapurna Umrundung

Naya Pul: das Ende unserer Annapurna Umrundung

So endet unser Annapurna Trek. Von Besi Shahar kommend, haben wir in 15 Tagen und einer Gehzeit von etwa 77 Stunden das Annapurna Massivs umrundet und dabei 4.616 Höhenmeter zwischen subtropischen Wäldern und beeindruckenden Berggipfeln in alpiner Kälte überwunden.

 

Die Annapurna Umrundung in drei Teilen

Teil 1: Von Besi Shahar nach Manang

Teil 2: Über den Thorung Pass

Teil 3: Bis nach Poon Hill und Naya Pul

 

Wir bedanken uns bei TAAN für die Unterstützung des Treks. Alle dargestellten Meinungen sind unsere eigenen.

Aus dem hohen Norden Deutschlands hinaus in die Welt: 2011 zieht es Morten und Rochssare für zwei Jahre per Anhalter und mit Couchsurfing auf den südamerikanischen Kontinent. Genauso geht es nun weiter. Jetzt jedoch in die andere Richtung. Seit 2014 trampen die beiden auf dem Landweg von Deutschland nach Indien und weiter nach Südostasien. Es gibt noch viel zu entdecken.

Von ihren Abenteuern und Begegnungen erzählen sie in ihren Büchern „Per Anhalter durch Südamerika“ und „Per Anhalter nach Indien“, jeweils erschienen in der National Geographic Reihe bei Malik.

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Und jetzt du!

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  • 10. Dezember 2015

    Wir haben das Annapurna-Gebiet geliebt, wenn ich eure Fotos sehe, könnte ich am liebsten meine Rucksack nehmen und los… Ich musste bei Eurem Bericht schmunzeln…. Nach einer kurzen P-Pause war meine bessere Hälfte weg, er wollte langsam weitergehen. Nur war da leider ein Abzweig, den ich nicht gesehen hatte. Wir fanden uns allerdings nach ganz kurzer Zeit wieder, aber die kurze Zeit des Suchens kam mir wie eine Ewigkeit vor.


    • 12. Dezember 2015

      Hehe, lustig, dass das nicht nur uns passiert. Es ist schon verrückt wie schnell man sich verlieren kann, aber zum Glück ging ja alles gut.